Gedenken und Erinnern beginnt in unserer Nachbarschaft

Zum fünften Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel vom 20.4. bis 31.5.2018

Erinnern an Opfer und Widerstand während des NS-Regimes

Wie notwendig gerade in heutiger Zeit das Erinnern an die Zustände unter einem anti-demokratischen Regime ist, beweist die Forderung eines rechtsextremen Politikers nach einer grundsätzlichen Kehrtwende in der Erinnerungspolitik und -kultur, nach der in der Erinnerung Gedächtnis und Gedenken keine Rolle mehr spielen sollen.

Genau gegen diese demagogischen Vereinfacher, Verdränger, Dumm- und Plattquatscher richtet sich wie in den Jahren zuvor das Programm des Monats des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel nun zum fünften Mal. Rund 50 Veranstaltungen werden zwischen Mitte April und Ende Mai stattfinden, die die Erinnerung an das Schicksal der Verfolgten und Widerständigen wachhalten sollen.


Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer und den Widerstand während des NS-Regimes finden seit Jahrzehnten an verschiedenen Orten in Hamburg-Eimsbüttel statt. Erinnerungsorte sind über den gesamten Bezirk verteilt. Nachdem die Bezirksversammlung Eimsbüttel 2013 die Einrichtung eines Gedenkmonats beschlossen hatte, gründete sich eine offene Arbeitsgemeinschaft, die als Plattform und Netzwerk für Veranstaltungen und Aktivitäten agiert und in der alle mitwirken können, die sich an Veranstaltungen beteiligen oder eigene Aktivitäten entwickeln möchten.


Wie in den Jahren zuvor bilden die Gedenkveranstaltungen zu den Kindern vom Bullenhuser Damm Mitte April den Auftakt zum Monat des Gedenkens. Zur Marathonlesung am 15. Mai zur Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 werden wieder Schulklassen und viele andere Menschen aus den Büchern verfolgter und verbannter Autor*innen lesen.


Auch in unserem Großstadtbezirk können wir uns umeinander kümmern, wie in einem globalen Dorf vieles ‚von unten' regeln, uns mit dem identifizieren, was um uns geschieht – und uns um unsere Geschichte kümmern. Der Monat des Gedenkens kann eben auch ein "Projekt Aufklärung“ sein. Und während in manchen öffentlichen Foren nur noch gehetzt und verleumdet wird, haben wir Vertrauen in die Macht des öffentlichen Gesprächs – und notfalls auch des öffentlichen Streits. Im vergangenen Jahr hatten wir mit Dr. Detlef Garbe, Ruben Herzberg, Prof. Dr. Susanne Rohr und Prof. Dr. Axel Schildt dieses Diskussionsformat begonnen. Gelegenheit zum Gespräch gibt es wieder am 24. April 2018 um 18.30 Uhr bei unserer Eröffnung mit Gästen zum Thema "Baustellen der Erinnerungskultur. Authentische Orte – Wahrnehmungen und Interessen" in der Universität Hamburg mit Prof. Dr. Stefanie Endlich, Berlin, dem Hamburger Historiker Hannes Heer und Ulrich Hentschel, Studienleiter für Erinnerungskultur an der Evangelischen Akademie in Hamburg im Ruhestand.

Begrüßen wird die Gäste Frau Mechthild Führbaum, die Vorsitzende der Eimsbütteler Bezirksversammlung.


Die Eimsbütteler*innen und alle Hamburger*innen sind herzlich eingeladen, sich mit unserem Programm auseinanderzusetzen und sich an unseren Veranstaltungen und Aktionen im gesamten Bezirk Eimsbüttel zu beteiligen.


Wir wünschen uns für den fünften Monat des Gedenkens in Eimsbüttel Aufmerksamkeit, Interesse und Teilnahme.

Wir freuen uns sehr über Ankündigungen und Berichterstattung!

Die Arbeitsgemeinschaft „Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel“

Mehr unter: www.gedenken-eimsbuettel.de
Kontakt:     
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mobil:          0175/937 44 46 (Helga Obens)

   

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